FAQ
FAQ - Frequently Asked Questions: Häufig gestellte Fragen
(Stand: September 2011)
Ich habe hier einmal die Fragen zusammengestellt, die mir am häufigsten gestellt werden. Klicken Sie auf die Fragen, wenn die Antworten Sie interessieren. Diese Rubrik wird ständig erweitert. Wenn Sie eine Frage haben, die hier nicht vorkommt, können Sie unten auf jeder Seite das Kontaktformular ausfüllen und mir eine E-Mail schicken. Ich freue mich über Ihre Post.
Leben und Schreiben
Was ist Ihr Lieblingsbuch?
Das eine Lieblingsbuch gibt es bei mir nicht.
Früher habe ich auf die Frage geantwortet: Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien. Das habe ich, wenn ich richtig mitgezählt habe, 14 mal gelesen. Aber seit der genialen Verfilmung von Peter Jackson habe ich keine Lust mehr, die Bücher zur Hand zu nehmen, und jetzt stehen sie da und sammeln Staub.
Wenn ich überlege, welches Buch ich mit auf die berühmte einsame Insel nehmen würde, ist die Antwort nicht immer dieselbe. Auf meiner persönlichen Bestenliste weit oben stehen Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde, Die Sturmhöhe von Emily Bronte, Das Geisterhaus von Isabel Allende, Fool on the Hill von Matt Ruff und Matador von Philippe Djian.
Mein Lieblingskrimi ist Shutter Island von Dennis Lehane und mein Favorit unter den historischen Romanen Dreamland von Kevin Baker.
Gibt es Autoren, die Sie beeinflusst haben?
Natürlich. Ich glaube, dass ich aus beinah jedem Buch, das ich lese, etwas lerne, und sei es nur, wie man es nicht machen sollte. Lesen erweitert bekanntlich den Horizont wie auch den Wortschatz, das gilt für Schriftsteller genau wie für andere Menschen. Aber es hilft einem nicht, den eigenen Stil, Sprachrhythmus oder die eigene Erzähltechnik zu finden. Seine bzw. ihre individuelle Stimme muss jeder Schriftsteller, jede Schriftstellerin für sich entwickeln.
Wie sieht Ihr normaler Arbeitstag aus?
Den gibt es nicht, denn meine Arbeitstage sind sehr unterschiedlich. Wenn ich ganz am Anfang eines neuen Projektes stehe, verbringe ich den Großteils des Tages mit dem Lesen von Fachliteratur, um mir erst einmal einen Überblick über mein Thema zu verschaffen. Manchmal bin ich auch tage- oder wochenlang auf Recherchereise, was zwar immer sehr spannend und inspirierend ist, aber gleichzeitig bedeutet, dass ich meinem geliebten Schreibtisch fern bin und nicht schreibe.
Ein "Schreibtag" beginnt in der Regel irgendwann am späten Vormittag und kann durchaus vierzehn Stunden oder auch mal länger dauern. Im Laufe dieser Zeit neige ich dazu, schiefe Türme aus Büchern und Ordnern mit kopiertem Material zu errichten und mich damit nach und nach einzumauern. Aber ich bin nicht so unorganisiert, wie es dann um mich herum aussieht, denn mein System funktioniert inzwischen sehr gut, und ich finde immer recht schnell, was ich noch mal nachlesen will. Wenn es richtig gut läuft, schreibe ich bis zu zehn Seiten am Tag. In solchen Phasen nähere ich mich dem wohl typischen Schriftstellerklischee an: Alles andere bleibt liegen, ich gehe nicht ans Telefon und trinke viel zu viel Kaffee.
Ist Schreiben erlernbar?
Ich persönlich glaube, eine - vielleicht angeborene - Neigung zum Erzählen ist Voraussetzung. Wer sie hat, kann aber in der Tat vieles erlernen, vor allem über das "Handwerk" des Schreibens, wie es so oft genannt wird. Der Kollege
Andreas Eschbach hat sich auf seiner Homepage sehr ausführlich mit Büchern über das Schreiben und anderen Hilfsmitteln befasst und mir großzügigerweise gestattet, einen Link dorthin zu legen. Klicken Sie mal hin, dort gibt es wirklich viele interessante Tipps und Anregungen.
Ich trage mich mit dem Gedanken, ein Buch zu schreiben oder habe es schon geschrieben. Was nun?
Auch zu dieser Frage empfehle ich Ihnen den Link zu den umfassenden Ausführungen auf der Homepage von
Andreas Eschbach.
Falls es sich bei Ihrem Roman- oder Drehbuchprojekt um einen Krimi handelt, sollten Sie unbedingt auch die Krimi-FAQ auf der Homepage des
SYNDIKAT lesen.
Mein persönlicher Rat: Wenn Ihr Roman fertig ist, schreiben Sie ein Exposé, d.h. Arbeitstitel, Umfang (in Normseiten, also 30 Zeilen à 60 Anschläge) und eine Inhaltsangabe. Das Exposé sollte vor allem aussagekräftig sein, aber es schadet nicht, wenn Sie schon hier beweisen, dass Sie schreiben können. Als nächstes sollten Sie sich informieren, welche Verlage für Ihr Manuskript in Frage kommen. Das erfahren Sie etwa im Gespräch mit einer/m guten BuchhändlerIn oder durch eine Internet-Recherche. Schicken Sie Ihr Exposé zusammen mit dem Manuskript (oft reicht auch ein Probekapitel) an die entsprechenden Verlage. Jetzt brauchen Sie vor allem Geduld. Es wird immer wieder behauptet, dass bei großen Verlagen bis zu 100 unverlangt eingesandten Manuskripten pro Tag eingehen (was ich nicht glaube, aber viele sind es bestimmt). Es kann durchaus länger als ein Jahr dauern, ehe Sie eine Reaktion bekommen. Im Computererzeitalter ist dieser Hinweis vielleicht überflüssig, aber es sei dennoch gesagt: Schicken Sie unter keinen Umständen das Original, ohne eine Kopie zu behalten. Viele Manuskripte und Exposés verschwinden in den Verlagen auf Nimmerwiedersehen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Ihr Manuskript bzw. Exposé einer Literaturagentur anzubieten. In England und Amerika läuft ohne Agenten nichts in der Buchbranche, und auch hierzulande wird es immer üblicher. Viele Agenten finden Sie im Internet oder auch im Katalog der Frankfurter Buchmesse. Buchprojekte, die einem Lektor von einer Agentur angetragen werden, haben bessere Chancen, überhaupt zur Kenntnis genommen zu werden, als solche, die die unbekannten AutorInnen selber bei den Verlagen einreichen. Ein Agent übernimmt auch die Vertragsverhandlungen - die Gefahr, vom Verlag über den Tisch gezogen zu werden, ist also geringer. Aber bedenken Sie: Ein Agent streicht i.d.R. 15% von allem, was Sie an dem Buch verdienen (und das wird bei Ihrem Erstling voraussichtlich nicht viel sein), als Honorar ein.
Sowohl unter Verlagen wie auch Agenten gibt es schwarze Schafe. Man kann sie ganz leicht erkennen: Sie wollen Ihr Geld. Manche Agenten loben Ihr Manuskript über den grünen Klee, verlangen aber vorab erst mal x-tausend Euro für Lektoratsarbeit oder sonst irgendetwas, das angeblich nötig ist, ehe man das Buch Verlagen anbieten kann. Hier rate ich zur Vorsicht. Das gleiche gilt für Verlage, die einen Zuschuss zu den Herstellungskosten, die Abnahme einer Mindeststückzahl oder eine sonstige Beteiligung des Autors am verlegerischen Risiko verlangen. Seien Sie misstrauisch. Wenn Sie ein Angebot bekommen, das Ihnen verdächtig erscheint, Sie aber nicht sicher sind, ob es seriös oder unseriös ist, schicken Sie mir eine Mail. Ich werde gern versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen.
Historische Romane
In welcher Reihenfolge sollte man Ihre historischen Romane lesen?
Alle Romane sind eigenständige Geschichten und können unabhängig voneinander gelesen werden. Sinnvoll wäre aber wohl die chronologische Reihenfolge:
Das zweite Königreich
Hiobs Brüder
Der König der purpurnen Stadt
Das Lächeln der Fortuna (Waringham-Saga, Band 1)
Die Hüter der Rose (Waringham-Saga, Band 2)
Das Spiel der Könige (Waringham-Saga, Band 3)
Der dunkle Thron (Waringham-Saga, Band 4)
Die Siedler von Catan hat nichts mit englischer Geschichte zu tun und ist darum völlig unabhängig von den übrigen Romanen.
Was ist das Wichtigste an einem historischen Roman, Historie oder Roman?
Die Romanhandlung steht im Vordergrund. Ich erzähle in erster Linie die Einzelschicksale einer Hand voll Figuren, die idealerweise exemplarisch für ihre Zeit und ihre gesellschaftliche Schicht sein sollten, aber es sind erfundene Individuen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass man es sehr genau mit den geschichtlichen Fakten nehmen muss, wenn man historische Fiktion schreibt. Alltag, Mode, Kochrezepte und Tischmanieren sollten ebenso richtig und verlässlich sein wie die Taten der Könige und der Ausgang der Schlachten. Ich möchte meiner Leserschaft ein möglichst zuverlässiges Bild vergangener Zeiten zeigen, die Vergangenheit so originalgetreu rekonstruieren, wie ich kann. Und ich habe nichts dagegen, wenn jemand aus meinen Romanen etwas über Geschichte lernt. Aber vor allem will ich unterhalten.
Wie lange arbeiten Sie an einem so umfangreichen Werk?
Das ist immer schwer zu sagen, weil ich mich im nachhinein nie genau daran erinnere, wann ich eigentlich angefangen habe, über ein Thema zu lesen. Für Das Lächeln der Fortuna habe ich etwa drei Jahre gebraucht. In der Zeit habe ich allerdings auch mein Examen gemacht, und der Roman war in der ursprünglichen Fassung auch viel umfangreicher als die folgenden , deren Entstehung jeweils ungefähr zwei Jahre gedauert hat.
Wie recherchieren Sie?
Hauptsächlich auf die altmodische Art: Ich gehe in Bibliotheken - vorzugsweise die Unibibliothek in Düsseldorf, wo ich mich gut auskenne -, und besorge mir Literatur über mein Thema. Das Lesen erledige ich dann in aller Ruhe zu Hause und mache mir dabei bergeweise Notizen - meist direkt im Computer, weil ich sie da leicht wiederfinde. Ich recherchiere aber auch an den Originalschauplätzen meiner Bücher, also in England oder manchmal in Frankreich. Das ist, wie ich bereitwillig zugebe, der angenehmste Teil der Recherche. Immer wichtiger für das Auffinden von Informationen und Bildmaterial wird aber auch das Internet.
Was macht den größeren Teil der Arbeit aus - Recherche oder Schreiben?
Das ist schwer zu sagen, denn ich mache beides gleichzeitig. Ich lese, bis ich das Gefühl habe, einen guten Überblick über mein Thema zu haben. Dann fange ich an zu schreiben und recherchiere derweil weiter. Oft lenkt das Schreiben die Recherche in eine neue Richtung, oft ist es auch umgekehrt. Vermutlich kann man sagen: Die Recherche ist zeitaufwändiger, das Schreiben die härtere Arbeit.
Warum sind Ihre Hauptfiguren immer Männer?
Das Mittelalter - wie überhaupt die Vergangenheit - wurde von Männern beherrscht, darum ist es in vieler Hinsicht leichter und glaubhafter, einen Mann zum Protagonisten einer Geschichte zu machen, in der eine politische, von Aktion und Reaktion bestimmte Handlung erzählt wird. Es geht natürlich auch anders, wie etwa Donna Cross mit der Päpstin bewiesen hat. Tatsache ist: Ich schreibe lieber über Männer. Ich tue es auch in meinen Krimis - ohne die historische Ausrede.
Warum spielen all Ihre historischen Romane in England?
Die mittelalterliche Literatur und Sprachen Englands waren mein Studienhauptfach. Zwangsläufig habe ich dadurch auch vieles über die mittelalterliche Geschichte dieses Landes erfahren, denn wie will man die Literatur einer vergangenen Epoche verstehen, wenn man nicht weiß, was der politische oder sozio-kulturelle Hintergrund dieser Literatur ist? Ich schreibe über Englands Vergangenheit, weil ich glaube, dass man über das schreiben soll, was man am besten kennt. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht vielleicht irgendwann noch einer anderen Epoche oder einem anderen Land zuwenden werde. Wenn ich glaube, dass ich genug darüber weiß.
Warum sind historische Romane so beliebt?
Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen, und für jede Leserin und jeden Leser sind sie anders gewichtet. Vergangenheit macht neugierig. Viele wollen wissen, wie es denn in früheren Zeiten zuging, nicht nur wann William der Eroberer in England eingefallen ist - das lernt man ja in der Schule - sondern warum und vielleicht auch, was für Schuhe er getragen hat etc. In einem historischen Roman kann man all das auf angenehme Weise erfahren, man lernt etwas und wird gleichzeitig unterhalten.
Von allen historischen Epochen ist wohl das Mittelalter die, mit der wir die romantischsten Vorstellungen verbinden. Obwohl jeder gute historische Roman natürlich möglichst schonungslos die (rekonstruierte) Wirklichkeit beschreiben muss, bleibt doch immer ein bisschen von dem Ritter-und-Burgen-Zauber übrig, der uns allen aus den Volksmärchen vertraut und lieb ist und von dem wir uns im historischen Roman gern wieder gefangen nehmen lassen.
Nichts ist so sicher wie die Vergangenheit. Dieser scheinbar banale Satz ist in vieler Hinsicht wahr, nicht nur soweit er sich auf die sichere Faktenlage abgeschlossener Ereignisse bezieht. Das Mittelalter kannte keine Globalisierung und keinen Treibhauseffekt und erscheint aus unserer Sicht als eine einfache, beinah unschuldige Weilt, in die wir uns gerne mal für ein paar Stunden flüchten. Umgekehrt sind die alltäglichen Bedrohungen vergangener Epochen - Seuchen, Hungersnöte, willkürliche Verfolgung durch weltliche oder kirchliche Obrigkeit - uns Westeuropäern gänzlich fremd. Wir schaudern, wenn wir darüber lesen, aber gleichzeitig stellt sich die wohlige (und natürlich trügerische) Gewissheit ein, dass wir vor so etwas vollkomen sicher sind. Diese "Auszeit von der Realität", die man sich nimmt, indem man es sich mit einem historischen Roman auf dem Sofa gemütlich macht, wird gern als Flucht, als "Eskapismus" bezeichnet, oft mit einem abfälligen Unterton, scheint mir. Ich persönlich halte sie für ausgesprochen gesund.
Wird die Waringham-Saga nach Der dunkle Thron noch weitergehen?
Ich glaube schon, kann aber noch nicht sagen, wann ich den nächsten Band schreiben werde.
Werden Sie ein Fortsetzung zu Der König der purpurnen Stadt schreiben?
Voraussichtlich nicht, denn Das Lächeln der Fortuna schließt ja zeitlich an Der König der purpurnen Stadt an, und ich fände es nicht sehr interessant, dieselbe Epoche noch einmal zu erzählen. Aber die Durham haben ja inzwischen einen festen Platz im Waringham-Kosmos, und möglicherweise wird es irgendwann einen Waringham-Roman geben, in welchem ein Durham eine Hauptrolle übernimmt.
Werden Sie eine Fortsetzung zu Die Siedler von Catan schreiben?
Nein. Die Siedler von Catan haben mir sehr viel Spaß gemacht, aber die "richtige Historie" hat mir bei der Entwicklung der Geschichte doch ein wenig gefehlt. Die große Dynamik der Auswanderergeschichte und des Neuanfangs auf Catan hat das wettgemacht, aber damit habe ich alles gesagt, was ich über Catan zu erzählen hatte.
Gibt es englische Übersetzungen Ihrer historischen Romane?
The Settlers of Catan erscheint im November 2011 als gebundene Ausgabe, Taschenbuch, eBook und Hörbuch.
Die Waringham-Bände 1 bis 3 in englischer Übersetzung werden folgen, aber die Erscheinungstermine stehen noch nicht fest.
Gibt es einen "Director’s Cut" von Das Lächeln der Fortuna, der die herausgekürzten Seiten enthält?
Den gibt es, weil ich das Originalmanuskript wiedergefunden habe, nachdem es ungefähr zehn Jahre lang verschollen war. Die ungekürzte Ausgabe wird demnächst erscheinen, allerdings vorerst nur als eBook.
Was ist Quo Vadis?
"Quo Vadis" ist der Name des Autorenkreises deutschsprachiger historischer Romane. Die erst 2001 gegründete Vereinigung zählt bereits über 50 Mitglieder, und ihr Name lehnt sich nicht nur an den großen Klassiker des historischen Romans von Henryk Sienkiewicz an, sondern er ist auch Programm: Auf ihren jährlichen Treffen (jeweils in einer anderen, geschichtsträchtigen Stadt) finden die Autorinnen und Autoren Gelegenheit zu diskutieren, wohin der historische Roman generell und wohin jeder Autor individuell sich entwickelt. Weitere Informationen unter
www.akqv.org
Kriminalromane
Was schreiben Sie lieber - Krimis oder historische Romane?
Das ist unmöglich zu beantworten. Derzeit befasse ich mich mehr mit dem historischen Roman. Weil es im Moment vor allem die historischen Stoffe sind, die mich fesseln, und das Erzählen von Geschichten über jahrzehntelange Zeiträume und in epischer Breite liegt mir. Im historischen Roman kann man sich fast alles erlauben, so lange es spannend und mit den geschichtlichen Fakten in Einklang zu bringen ist.
Der Kriminalroman ist eine viel strengere Erzählform, die akribischer geplant und stringenter geplottet werden muss. Auch das hat seinen Reiz. Und manchmal, wenn ich es mühsam finde, mittelalterliche Wirklichkeit zu recherchieren, denke ich, wie erholsam es doch wäre, mal wieder über Leute zu schreiben, die Auto fahren und Strom aus der Steckdose bekommen - wo ich keine Alttagsdetails, vor allem aber den Zeitgeist nicht rekonstruieren muss.
Was mich wirklich reizen würde, wäre, einen historischen Krimi zu schreiben. Obwohl es natürlich die Schwierigkeiten beider Genres in sich vereint. Irgendwann werd ich's trotzdem tun.
Werden Sie noch einen Malecki-Krimi schreiben?
Das habe ich vor. Ich habe auch schon eine Idee, die ich gern umsetzen würde, ehe Malecki graue Schläfen bekommt. Im Augenblick finde ich nur einfach nicht die Zeit. Außerdem habe ich die Befürchtung, dass diese Geschichte Malecki endgültig ins Verderben reißen würde, und darum schrecke ich noch davor zurück, sie zu schreiben. Aber vermutlich werde ich es irgendwann trotzdem tun...
Sind Englische und Amerikanische Krimis besser als Deutsche?
Das ist ein weit verbreiteter, häufig geäußerter Irrtum. Natürlich ist Großbritannien das Mutterland des Krimis, und sowohl dort als auch in den USA gibt und gab es herausragende Vertreter dieses Genres. Aber es wird auch in beiden Ländern unendlich viel Schrott auf diesem Gebiet publiziert, der deutschen Lesern großteils erspart bleibt, weil er nicht übersetzt wird.
Schrott wird auch hierzulande geschrieben und verlegt, doch hat der deutschsprachige Krimi auch herausragend gute Vertreter. Ich nenne keine Namen, weil ich bestimmt jemanden vergessen würde, der es auch verdient hätte, auf dieser Liste zu erscheinen. Viele deutschsprachige AutorInnen beweisen, dass man auch über heimische soziale oder politische Verhältnisse hervorragende Spannungsliteratur schreiben kann, und zum Glück finden sie ein zunehmend großes Publikum.
Viele Leserinnen und Leser sind den stereotypen amerikanischen Thriller satt. Deswegen werden auch Krimis aus dem europäischen, nicht englischsprachigen Ausland, aus Italien oder Schweden, bei uns immer beliebter, und aus dem gleichen Grund erklimmen deutschsprachige AutorInnen die oberen Plätze der Bestsellerlisten.
Was ist das SYNDIKAT?
Das SYNDIKAT, auch "ehrenwerte Gesellschaft" genannt, ist ein Verband von über 300 AutorInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Kriminalromane, -geschichten, -hörspiele oder -drehbücher verfassen. Sinn dieser Organisation ist die Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur.
Was wir zu diesem Zweck tun, wie man Mitglied werden kann und viele weitere interessante Informationen erfahren Sie
hier.